Wo spricht man Esperanto?

Überall und nirgendwo als offizielle Kartenfarbe. Sprecher leben in Brasilien, Japan, Frankreich, China, Polen, den USA, Indonesien und Dutzenden weiterer Länder. Klubs treffen sich in Städten. Der Weltkongress wechselt jährlich den Ort. Pasporta Servo listet Gastgeber. Online spricht man jede Woche.

Wie viele Menschen sprechen Esperanto?

Es gibt keine Volkszählung. Ehrliche Spannen: Zehntausende nutzen es einigermaßen regelmäßig; ein paar Hunderttausend können eine einfache Seite lesen; zwei Millionen zählen jeden, der je ein Lehrbuch öffnete. Runde Millionen sind Marketing. Die nützliche Tatsache ist kleiner und fester: eine internationale Gemeinschaft schreibt, trifft sich und zieht Kinder in der Sprache groß.

Gibt es Esperanto-Muttersprachler?

Ja. Familien, die Esperanto zu Hause teilen, ziehen denaskuloj auf — Muttersprachler. Schätzungen liegen meist bei wenigen Tausend, nicht Millionen. Fast alle sprechen auch die Landessprache. Muttersprachliches Esperanto ist real und dokumentiert; es ist nicht die Hauptlebensform der Sprache. Die meisten lernen als Erwachsene.

Die Akademio de Esperanto

Die Akademio de Esperanto ist die Sprachakademie. Sie erfindet keinen Slang. Sie hütet das Fundamento de Esperanto (1905): die 16 Regeln, den Grundwortschatz und die Beispiele, die Zamenhof für unantastbar erklärte. Neue Wörter entstehen weiter; die Akademie hält das Gerüst gerade, damit 2026 noch eine Seite von 1907 lesbar ist.